Übereignung eines Dienstfahrrads (Fahrrad, E-Bike) an den Arbeitnehmer und als Arbeitgeber Kosten sparen (Nettolohnoptimierung – mehr Netto vom Brutto)

 In Newsblog

In der letzten Folge hatten wir bereits das Thema Überlassung des Fahrrads, Elektrofahrrads bzw. E-Bikes an den Arbeitnehmer besprochen. Den Link zur Folge finden Sie hier. In der heutigen Folge erläutere ich die Vorteile der Übereignung des Dienstfahrrads an den Arbeitnehmer.

Welche Vorteile hat die Übereignung eines Dienstfahrrads (Fahrrad, Elektrofahrrad, E-Bike) an den Arbeitnehmer?

Sollte der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zusätzlich zum ohnehin geschuldetem Arbeitslohn ein betriebliches Fahrrad unentgeltlich oder verbilligt übereignen, kann der geldwerte Vorteil mit 25 % pauschal im Lohn versteuert werden. Dieser ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer beitragsfrei in der Sozialversicherung. Der Arbeitnehmer spart die Sozialversicherung und der Arbeitgeber den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. Eine Gehaltsumwandlung ist in diesem Falle aber nicht möglich.

Gilt die Regelung für alle Fahrräder oder gibt es Unterschiede?

Die Regelung gilt nur für die Übereignung eines Fahrrads, das verkehrsrechtlich nicht als Kfz eingestuft wird. Elektrofahrräder und S-Pedelecs mit Zulassung und Kennzeichen werden als Kfz eingeordnet. Für diese kann daher die Pauschalversteuerung mit 25 % leider nicht beansprucht werden. Die Regelung gilt daher nur für normale Fahrräder ohne Elektroantrieb, Pedelecs und Elektrofahrräder ohne Kfz-Zulassung. Diese werden verkehrsrechtlich als Fahrrad eingestuft, haben kein Kennzeichen und sind meist nicht versicherungspflichtig.

Mehr Nettogehalt und Kosten sparen durch die Übereignung eines Dienstfahrrads an den Arbeitnehmer

Den Vorteil der Übereignung eines Dienstfahrrads stelle ich anhand eines Beispiels genauer dar:

Das bisherige betrieblich genutzte Dienstfahrrad, das kein Kfz ist, soll dem Arbeitnehmer zusätzlich zum bisherigen Arbeitslohn übereignet werden. Das Dienstfahrrad hat noch einen Zeitwert von 2.000 €. Die 2.000 € werden pauschal versteuert und sind sozialversicherungsfrei. Beim Arbeitgeber und beim Arbeitnehmer fällt daher keine Sozialversicherung an. Es sind 500 € pauschale Lohnsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, also ca. 560,00 € vom Arbeitgeber zu zahlen. Der Arbeitnehmer erhält das übereignete Dienstfahrrad ohne Abzüge und der Arbeitgeber hat insgesamt Kosten von 2.560,00 €.

Würde der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer lediglich eine zusätzliche Lohnerhöhung geben, damit dieser für 2.000 € sich ein Fahrrad anderweitig kauft, müsste der Arbeitnehmer einen zusätzlichen Bruttoarbeitslohn von 3.130,00 erhalten. Von dem Bruttolohn von 3.130,00 € bleibt nach Abzügen der Sozialversicherung und Lohnsteuer lediglich 2.000 € Netto beim Arbeitnehmer übrig, wenn der Arbeitnehmer einen Jahresbruttoarbeitslohn von 30.000 € und Steuerklasse 4 hat. Beim Arbeitgeber entstehen inklusive Arbeitgeberanteil dafür Kosten von 3.750,00 €. Bei Übereignung des Dienstfahrrades im Vergleich zur Lohnerhöhung hat der Arbeitgeber inklusive Arbeitgebernebenkosten 1.190,00 € gespart.

Fassen wir die Vorteile der Übereignung eines Dienstfahrrads zusammen

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, durch die Übereignung eines betrieblichen Fahrrads an den Arbeitnehmer erhält der Arbeitnehmer mehr Netto. Für die Übereignung des Dienstfahrrades fällt für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber keine Sozialversicherung an. Im Vergleich zur klassischen Lohnerhöhung spart der Arbeitgeber Kosten.

Nutzen Sie die legale Möglichkeit, Ihren Arbeitnehmern mehr Netto zukommen zu lassen. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen freuen sich über einen höheren Nettolohn. Gleichzeitig stärken Sie damit in Zeiten des Fachkräftemangels die Zufriedenheit Ihrer Arbeitnehmer.

Als Arbeitnehmer können Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass Ihnen zusätzlich zum Lohn das Dienstfahrrad übereignet wird und Sie erhalten mehr Netto.

Weitere Hinweis und Links

Ob und wie ich als Unternehmer/Freiberufler eine Fahrrad oder E-Bike steuerlich absetzen kann, um Steuern zu sparen, finden Sie hier.

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Ihre Sabine Banse-Funke
Diplom-Finanzwirtin (FH) Steuerberaterin
Fachberaterin im Gesundheitswesen H:G/metax

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