Warum Sie durch den Zuschuss für den Kindergarten oder die Tagesmutter Ihren Arbeitnehmern einen höheren Nettolohn zahlen und Kosten verringern können (Nettolohnoptimierung – mehr Netto vom Brutto)

Haben Sie Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen mit kleinen Kindern? Gerade wenn die Kinder noch klein sind, haben die Familien oft zusätzliche Belastungen, wie zum Beispiel Kosten für den Kindergarten oder die Tagesmutter. In dieser Zeit haben die Familien meist keinen großen finanziellen Spielraum, da oft ein Elternteil gar nicht oder in Teilzeit arbeitet. Für Arbeitnehmer mit Kindern im Kindergarten habe ich eine tolle Lösung. In unserer Reihe der Nettolohnoptimierung widmen wir uns heute dem Arbeitgeberzuschuss zum Kindergartenbeitrag oder zur Tagesmutter.

Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer einen Zuschuss für den Kindergarten oder die Tagesmutter zahlen, der beim Arbeitnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei ist. D.h. der Arbeitnehmer erhält die Zahlung Brutto wie Netto. Dem Arbeitgeber entstehen ausschließlich die Kosten des Zuschusses.

Was gibt es beim Zuschuss zum Kindergarten oder für die Tagesmutter zu beachten?

Die Kosten müssen durch Originalbelege, zum Beispiel Gebührenbescheid oder Rechnung nachgewiesen werden. In Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprüfungen werden diese Belege vom Prüfer angefordert.

Dem Arbeitnehmer müssen die Kosten für sein nicht schulpflichtiges Kind im Kindergarten oder für die Tagesmutter entstehen. In einigen Städten und Gemeinden werden keine Kindergartenbeiträge mehr erhoben. Hat der Arbeitnehmer keine Kosten für den Kindergarten oder die Tagesmutter, kann auch kein Zuschuss gezahlt werden.

Bezuschusst werden kann die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung im Kindergarten, in der Kinderkrippe, bei Tagesmüttern oder ähnlichen Einrichtungen. Es kann auch ein reiner Verpflegungszuschuss für den Kindergarten an den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin gezahlt werden. Wird das Kind im Haushalt des Arbeitnehmers betreut, zum Beispiel durch ein Kindermädchen oder einen Familienangehörigen oder ist das Kind bereits schulpflichtig, kann kein steuerfreier Zuschuss gezahlt werden.

Der Zuschuss muss zusätzlich zum bisherigen Arbeitslohn gezahlt werden. Eine Gehaltsumwandlung, also der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin verzichtet auf einen Teil seines Gehaltes und erhält stattdessen den steuerfreien Zuschuss, ist ausgeschlossen.

Wir empfehlen unseren Mandanten, bei Neueinstellung von Arbeitnehmern, den Zuschuss zur Kindergartenbeitrag gleich beim Gehalt mit zu berücksichtigen.

Beispiel für eine Optimierung mit dem Zuschuss zum Kindergarten oder der Tagesmutter

Statt einem monatlichen Bruttogehalt von 2.000 €, erhält der Arbeitnehmer einen Kindergartenzuschuss von 230 € und ein restliches Bruttogehalt von 1.770 €. Summiert ergibt sich wieder 2.000 € brutto monatlich. Durch diese Gestaltung erhält der Arbeitnehmer 130 € netto mehr bei Steuerklasse 5. Gleichzeitig spart der Arbeitgeber monatlich rund 50 € Arbeitgeberkosten. Der Vorteil des Arbeitnehmers liegt jährlich bei 1.560 € netto mehr und der Arbeitgeber spart 600 € Kosten. Hat der Arbeitgeber 5 Mitarbeiter, denen er einen solchen Zuschuss zahlen kann, spart er schon 3.000 € im Jahr.

Beispiel für eine Nettolohnerhöhung mit dem Zuschuss zum Kindergarten oder der Tagesmutter

Der Arbeitnehmer mit Steuerklasse 5 soll einen zusätzlichen Nettolohn von 230 € monatlich erhalten. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, die Nettolohnerhöhung durch den Kindergartenzuschuss zu zahlen. Alternativ müsste Arbeitnehmer über 500 € monatlich brutto mehr bekommen, damit er die 230 € netto raus hat. Durch die Bruttolohnerhöhung von 500 € monatlich werden dem Arbeitnehmer ca. 270 € für Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Bei dieser ungünstigen Steuerklasse hat der Arbeitnehmer also mehr als die Hälfte an Abzügen.

Betrachten wir die Kosten des Arbeitgebers für die Lohnerhöhung, muss dieser jährlich mehr als 4.800 € bei der klassischen Bruttolohnerhöhung aufwenden.

Was gibt es sonst noch Wichtiges bezüglich des Zuschusses zum Kindergarten oder der Tagesmutter?

Der Kindergartenzuschuss kann auch an geringfügig Beschäftigte gezahlt werden, auch wenn die 450 € monatlich bereits ausgeschöpft sind. Die geringfügig Beschäftigten werden oft auch als Minijobber oder Aushilfen bezeichnet.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben beide Vorteile durch den Einsatz des Zuschusses zur Kinderbetreuung.

Der Arbeitgeberzuschuss zum Kindergarten kann auch mit anderen Möglichkeiten der Nettolohnoptimierung zusammen eingesetzt werden.

Sparen Sie als Arbeitgeber Kosten und verhelfen Sie Ihren Arbeitnehmern zu mehr Netto durch den Einsatz des Arbeitgeberzuschusses zum Kindergarten.

Als Arbeitnehmer können Sie Ihrem Arbeitgeber die Zahlung des Kindergartenzuschusses vorschlagen, damit Sie mehr Netto erhalten.

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Ihre Sabine Banse-Funke
Diplom-Finanzwirtin (FH) Steuerberaterin
Fachberaterin im Gesundheitswesen H:G/metax

Bei Fragen zur Nettolohnoptimierung unterstützen wir Sie als erfahrene Experten. Vereinbaren Sie mit uns gerne einen kostenlosen und unverbindlichen Kennenlerntermin: Telefonisch 0551-49801-0

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